Mercedes-Benz SL 55 AMG

Der Mercedes-Benz SL 55 AMG wird im Jahr 1999 erstmals in Kleinserie gebaut

Mit dem Flügeltüren-Mercedes wurde in den 1950er Jahren der Grundstein für eine Baureihe hochklassiger Coupés und Cabriolets gelegt, die beim Stuttgarter Autobauer seither als SL-Reihe im Programm steht. Aus den ehemals klassischen Roadstern mit zwei Sitzen und Stoffdach entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte eine Fahrzeugserie, die von den Abmessungen und dem Ausstattungsniveau her das Format von Oberklassefahrzeugen bekam und dem Stuttgarter Autokonzern Daimler zugleich half, sein Profil als Hersteller von Sportwagen zu schärfen. Da war es naheliegend, dass der heute zum Daimler-Konzern gehörende Veredler AMG sich die Spitzenmodelle des Mercedes SL vornahm, um daraus hochleistungsfähige Sportwagen für die Straße zu entwickeln. Als erstes Modell aus der Baureihe wurde im Jahr 1991 der AMG Mercedes-Benz 500 SL entwickelt, der auf der 6,0 Liter Serienversion aufbaute und ab dem Baujahr 1993 unter der Bezeichnung Mercedes-Benz SL 60 AMG vermarktet wurde. Sechs Jahre später folgte der erste Mercedes-Benz SL 55 AMG, der in den Jahren zwischen 1999 und 2007 in drei Generationen gebaut wurden, ehe er vom Nachfolger Mercedes-Benz SL 65 AMG abgelöst wurde. Gemeinsamkeit aller AMG-Modelle auf SL-Basis: Sie wurden nur in Klein- oder Kleinstserien aufgelegt.

Die erste Generation des Mercedes-Benz SL 55 AMG (1999-2001)

Der erste Mercedes-Benz SL 55 AMG erschien im Jahr 1999 als modifiziertes Sportmodell des Mercedes-Benz SL 500 der Bauserie R 129. Die Tuner entlockten dem ursprünglich 225 kW (306 PS) leistenden V8-Motor im Mercedes-Benz SL 55 AMG mit einem auf 5,5 Liter vergrößerten Hubraum 260 kW (354 PS) und hoben damit zugleich das maximale Drehmoment von 460 Newtonmetern (Nm) auf 530 Nm an. Kombiniert wurde der Antrieb mit einer fünfstufigen Schaltautomatik, die für den Mercedes-Benz SL 55 AMG allerdings sportlicher eingestellt wurde. Nach außen hin unterschied sich das mit Stoffdach und Harttop ausgelieferte Cabriolet durch ein spezielles AMG-Designpaket mit Spoilern, Felgen, Sportsitzen und -lenkrad sowie überlackierten Chromteilen von der Serienausführung.

Die zweite Generation des Mercedes-Benz SL 55 AMG (2002-2006)

Wie die Generation zuvor, so basierte auch der im Jahr 2001 präsentierte Mercedes-Benz SL 55 AMG auf Basis der Baureihe R 230 wieder auf einem der Spitzenmodelle der Serie, dem Mercedes-Benz SL 500. Während dieser weiterhin mit einem 5,0 Liter Aggregat mit 225 kW (306 PS) bestückt wurde, entwickelte sich der Mercedes-Benz SL 55 AMG technologisch weiter. Er fuhr in der zweiten Generation mit einem neuen V8-Kompressormotor vor, der dem nun als Stahldach-Cabriolet gefertigten Mercedes-Benz SL 55 AMG eine Leistung von 350 kW (476 PS) zur Verfügung stellte. Durch den Einsatz der Kompressortechnik verbesserte sich das maximale Drehmoment von 530 Nm auf nunmehr 700 Nm. Damit legte der Mercedes-Benz SL 55 AMG die Strecke von Null auf Hundert laut Werkangabe in 4,7 Sekunden zurück. Das war fast eine Sekunde schneller als das Serienmodell. Wie bei diesem wurde die Höchstgeschwindigkeit des Mercedes-Benz SL 55 AMG bei 250 km/h abgeregelt.

Technische Neuerungen beim Mercedes-Benz SL 55 AMG ab Baujahr 2002

Um die sportlichen Fahrleistungen mit dem rasanten Beschleunigungsverhalten optimal nutzen zu können, wurde im Mercedes-Benz SL 55 AMG eine technisch angepasste Fünfgang-Automatik verbaut, die mit ihrem zusätzlichen manuellen Schaltmodus das Eingreifen des Fahrers gestattete. Ganz frei von elektronischer Bevormundung ließ sich jedoch auch ein Mercedes-Benz SL 55 AMG nicht steuern. Während andere Sportwagen dieser Leistungskategorie bewusst auf elektronische Bordhelfer wie automatisch aktivierte Stabilisierungsprogramme verzichteten, überlegten sich die Ingenieure bei AMG einen Kompromiss zwischen Fahrsicherheit und Fahrerfreiheit: Sie veränderten das serienmäßig mitgelieferte ESP dahingehend, dass es im Mercedes-Benz SL 55 AMG erst später korrigierend eingriff als im Serienmodell. Das AMG-Designpaket dieser Generation umfasste neben Seitenschwellern und einer eigens gestalteten Stoßfängerpartie mit Spoiler dieses Mal auch abgetönte Heckleuchten und vier sportliche Auspuffendrohre. Das Interieur unterschied sich vom Mercedes-Benz SL 500 unter anderem durch mehr Seitenhalt bietende Sportsitze, ein Lenkrad mit geringerem Durchmesser sowie speziell für die AMG-Modelle entwickelte Bordinstrumente.

Die dritte Generation des Mercedes-Benz SL 55 AMG (2006-2008)

Nach dem im Jahr 2006 durchgeführten Facelift für die Modelle der SL-Klasse präsentierte sich auch der Mercedes-Benz SL 55 AMG mit leicht verändertem Äußeren. Der dynamische Eindruck der stärker zugespitzten Front mit dem von vier auf drei Lamellen umgestalteten Kühlergrill wurde durch eine Schürze mit größeren Öffnungen unterstrichen. Leichte Veränderungen gab es auch bei der Motorausstattung. Das 5,5 Liter Kompressor-Aggregat verfügte in dieser Generation über 380 kW (517 PS) und ein auf maximal 720 Nm gesteigertes Drehmoment, was es dem Mercedes-Benz SL 55 AMG ermöglichte, den Spurt aus dem Stand auf einhundert Stundenkilometer in der Zeit von 4,5 Sekunden zurückzulegen.

Quelle: http://www.autoscout24.de/auto/mercedes-benz/mercedes-benz-sl-klasse/mercedes-benz-sl-55-amg

Warum finde ich keinen gebrauchten SL 55 AMG 1999-2001?

Hier der Text von Wikipedia und die Zulassungszahlen:

Auch der 1999 vorgestellte SL 55 AMG war ein Manufakturprodukt auf Basis des SL 500 (129.068), der nicht offiziell in den Preislisten von Mercedes-Benz erschien. Den SL 55 AMG treibt der auf den R129 angepasste hubraumgleiche modifizierte 5,4-Liter-V8 an, der unter anderem auch im E 55 AMG (Baureihe 210) verbaut wurde. Der Preis für das Technikpaket (bei angeliefertem SL 500 mit AMG-Styling-Paket und AMG-Rädern) betrug 37.120 DM. Dazu gehört neben dem Motor auch eine angepasste Motorsteuerung, eine angepasste Getriebesteuerung und eine andere Hinterachsübersetzung. Auf Wunsch gab es auch noch weitere Modifikationen wie eine Anhebung der Höchstgeschwindigkeit auf 280 km/h, oder weitere Individualisierungen des Innenraums.

Stückzahlen

Prinzessin Dianas Mercedes 500 SL im Mercedes-Benz-Museum
  • SL 280: 12.319
  • SL 300: 39.004
  • SL 320: 39.293
  • SL 500: 94.048
  • SL 600: 11.089
  • SL 55 AMG: 65
  • SL 60 AMG: 633
  • SL 70 AMG: 150
  • SL 73 AMG: 42
  • SL 36 AMG : 2 (Spezialanfertigung von AMG für den Sieger des Tennisturniers Stuttgart MercedesCup 1995) und ein Werkswagen als Versuchsträger.

Insgesamt produzierte Mercedes-Benz in 13 Jahren 204.940 Fahrzeuge der Baureihe R 129.

Wenn es vom SL 55 insgesamt nur 65 Neuwagen gab, ist die Wahrscheinlichkeit doch recht niedrig, einen Gebrauchten abzubekommen…

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Mercedes-Benz_R_129#AMG-Modelle

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